
Am Ende setzten sich im hart umkämpften Medaillenspiegel die Russen durch: Kampfstärker denn je nach Italien angereist, sammelten sie insgesamt 117 Medaillen (38-mal Gold, 45-mal Silber und 34-mal Bronze), gefolgt von unserer italienischen Mannschaft mit 68 Medaillen und dem finnischen Team mit 55 Medaillen (25-mal Gold, 27-mal Silber, 14-mal Bronze).
Außergewöhnlich war die Leistung der „Azzurri“ (allein heute kamen nochmals 3 Gold-, 3 Silber- und 2 Bronzemedaillen hinzu) bei diesen für unsere Auswahl wahrhaft rekordverdächtigen Masters-Weltmeisterschaften: Noch nie lief es so erfolgreich – mit einer Bilanz von 68 Podestplätzen, darunter 27 Gold-, 26 Silber- und 15 Bronzemedaillen. Wer weiß, ob dieser Triumph nicht auch ein gutes Omen für den weiteren Verlauf der aktuell stattfindenden Nordischen Ski-WM im Fleimstal ist: „Die Bilanz Italiens bei der Nordischen Masters-WM in Asiago ist hervorragend“, erklärt Giacomo Camozzini, Nationaltrainer der italienischen Masters. „Wir hatten uns vorgenommen, die Medaillenausbeute der letzten italienischen Ausgabe der Masters 2006 in Brusson – damals 46 Medaillen, davon 19 in Gold – zu übertreffen; nun haben wir die Marke von sechzig Medaillen deutlich geknackt und sind dementsprechend hochzufrieden: Alle Athleten haben ihr Bestes gegeben. Besonders hervorheben möchte ich das Ergebnis am Staffeltag, an dem wir von 14 vergebenen Weltmeistertiteln gleich 8 gewonnen und zudem noch zwei Silbermedaillen geholt haben“.
Angesichts dieser Leistungen hält Camozzini auch eine Überlegung auf Ebene des italienischen Wintersportverbands FISI für angebracht: „Sagen wir so: Wenn wir im Verband Bilanz über diese Veranstaltung und die gesamte Saison ziehen, werden diese Medaillen ein gewichtiges Argument sein, um vom Verband eine größere Anerkennung für diesen Sektor einzufordern“.
Ein sportlicher und organisatorischer Erfolg, der Asiago als Welthauptstadt des Langlaufs bestätigt – gewürdigt auch von jenen Nationen, die wie Norwegen oder Russland auf eine große nordische Skitradition zurückblicken: Nicht zufällig fungierte eine Langlauflegende wie Bjørn Dæhlie als offizieller Botschafter dieser Weltmeisterschaften. Ist Asiago also die internationale Hauptstadt des Skilanglaufs?
„Das können wir mit Fug und Recht laut behaupten“, sagt Alessandro Rigoni, Exekutivpräsident der Masters-WM MWC Asiago 2013. „Mutter Natur hat die Hochebene schließlich mit besonderen Vorzügen ausgestattet, die von allen Athleten und Nationaldirektoren der teilnehmenden Länder gelobt wurden. Asiago ist der ideale Ort für den nordischen Skisport“.
Held des heutigen Schlusstages war Lokalmatador Marco Crestani von der Hochebene, der sich über die 45-km-Langdistanz in der Klasse M4 eine wohlverdiente Bronzemedaille sicherte – angefeuert am Streckenrand von einem ganz besonderen Fanclub aus Enkeln, Freunden und Verwandten. Die weiteren italienischen Medaillengewinner in der klassischen Technik zum WM-Abschluss sind: Bruno De Bertolis, Gold in der Klasse M1 über 45 km; Bruno Carrara, Gold in der Klasse M2; Giampaolo Englaro (Gold) und Daniele Vuerich (Silber), beide in der Klasse M6; stark auch Eugenia Bichugova (Silber) und Mara Zamboni (Bronze), beide in der Klasse F5, sowie Silber für Laura Colnaghi in der Klasse F6.
„Eine rundum positive Bilanz: hervorragende Organisation, großartiger Zuspruch; wir haben echte Vollblutsportler erlebt“, erklärt Andrea Gios, Bürgermeister von Asiago, der heute die Siegerehrung vor Ort vornahm, „die unsere Stadt von früh bis spät mit ihrer Begeisterung und ihrer Sportleidenschaft erfüllt haben. Dies waren enorm wichtige Weltmeisterschaften, die das große Potenzial der Hochebene für den nordischen Skisport unter Beweis gestellt haben.
Ich möchte der Organisation und allen freiwilligen Helfern ein aufrichtiges, herzliches und keineswegs bloß formelles Lob aussprechen: Sie haben Großartiges geleistet und gezeigt, wozu unsere Region fähig ist. Mein Dank gilt ihnen und den Koordinatoren – allen voran der Unione Sportiva Asiago Sci und der Gruppo Sportivo Alpini, die zwei tragende Säulen unserer Heimat sind“.



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