Schneewetter

Schneefall vom 19./20. Oktober: gut für Trentino und Friaul, Pech für das Aostatal

Der lang ersehnte Schneefall „zum Saisonbeginn“ hat seinen Lauf genommen, und nun verlassen die Wolken die Alpen in Richtung Apennin.

Wie vorhergesagt, erreichte der Schnee alle Skiorte, allerdings mit etwas anderen Ergebnissen als erwartet. Die Schneefälle waren nicht ergiebig, und die Störung zog so schnell über unsere Berge hinweg, dass über einigen Skigebieten bereits die Sonne scheint. Der meiste Schnee fiel in den Grenzgebirgen (wie vorhergesagt), vor allem aber jenseits der Alpen: In Österreich werden in mittleren Lagen Schneemengen verzeichnet, die denen in großer Höhe in den italienischen Bergen entsprechen. Schnee auch in der Schweiz, gut für St. Moritz, das sich auf die Öffnung der Liftanlagen auf der Diavolezza genau an diesem Samstag vorbereitet.

Die stärksten Niederschläge wurden im Nordosten verzeichnet, im Gebiet von Tarvisio, wo der Schnee bis auf den 700 m hoch gelegenen Ort fiel und in der Höhe Mengen von 40-50 cm Schnee gemessen werden; gut auch in Trentino Alto Adige, wo sich der Schnee bei etwa 1.200-1.500 m einpendelte, mit Schneefällen bis auf 1.000 m

Schneefälle auch in Venetien: Hier überzuckerte der Schnee Cortina und den Monte Verena (1.600 m) und fiel auf der Hochebene von Asiago bis auf 1.300 m.

Schnee am Passo Resia

Schnee am Passo Resia

Nur ein paar Flocken im Aostatal

Das Aostatal war eine der Regionen, die diesen Schneefall am sehnlichsten erwartet hatten: Das charakteristische Berggebiet mit seinen hoch gelegenen Liftanlagen ist bereit, die Saison zu eröffnen, das einzige Problem ist der Schnee. Während es in den vergangenen Jahren nie an Schnee mangelte, scheint Frau Holle diese Region in diesem Jahr vergessen zu haben.

Hier brachte der Schneefall bereits gestern Abend die ersten Flocken und überzuckerte Cervinia und den gesamten Monterosa, hörte dann aber in der Nacht auf und ließ die Skiorte leer ausgehen. Nur eine dünne weiße Decke am Boden, die mit den ersten Sonnenstrahlen bereits verschwindet. Cervinia und das gesamte Aostatal bleiben auf dem Trockenen, und darunter litten nicht nur die tiefen Lagen, sondern auch die höchsten Anlagen. Selbst auf 2.700 m nur eine leichte Puderzuckerschicht – eine verpasste Chance.

Die Skisaison in Cervinia beginnt trotzdem am 29. Oktober dank des Gletschers am Plateau Rosà (3.800 m), doch der Traum, auch die Anlagen im Tal öffnen zu können, ist ausgeträumt.

 

Wetterentwicklung

In den nächsten Stunden zieht die Störung nach Süden und hinterlässt nur vereinzelte Schneefälle über Friaul und Teilen von Trentino Alto Adige. Der Apennin wartet auf den möglicherweise ersten Schnee der Saison, der sich auf etwa 1.400-1.600 m Höhe zeigen dürfte.

Schon morgen beginnt der Himmel über den Alpen aufzuklaren und bringt die Berge zurück ins herbstliche Klima, aber es gibt keinen Grund zur Sorge: Zahlreiche Skigebiete bereiten sich darauf vor, ihre Liftanlagen zu öffnen…

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