Die Temperaturen sind gesunken, und inzwischen hat der nächtliche Frost auch das Flachland erreicht. Morgens finden wir die Scheiben unserer Autos vereist vor, und das Thermometer pendelt um null Grad. In den Bergen sinken die Temperaturen sogar auf -10 Grad, und in der Höhe steigen sie selbst um die Mittagszeit nicht mehr über null. Kurz gesagt: Es sieht ganz so aus, als sei der Winter angekommen, aber…
Es fehlt der Schnee!
Auf fast allen italienischen Bergen fehlt der Schnee: Nur oberhalb von 2.000 m findet man hier und da noch ein paar Flecken von den vergangenen Schneefällen, ansonsten zeigt sich die Landschaft braun in den typischen Herbstfarben. Die Tage sind schön sonnig und es gibt nur wenige Wolken; bei so viel Sonne könnte man meinen, es sei eher September als November.

Technische Beschneiung rund um die Uhr am Passo Resia
Das Wetter ist nicht das schlechteste, aber es fehlt der Schnee – und zwar nicht nur ein bisschen, sondern wirklich sehr viel!
Fast alle Orte in mittlerer Höhenlage haben noch keinen Schnee gesehen, und andere, höher gelegene Skigebiete können zwar auf etwas Schnee zählen, bräuchten aber einen Schneefall, um die Grundlage der Pisten zu schaffen.
Um Abhilfe zu schaffen, wird in den Skiorten seit mehreren Tagen rund um die Uhr technischer Schnee erzeugt, sofern die Temperaturen es zulassen. Die Beschneiungsanlagen laufen auf Hochtouren, um so viel Schnee wie möglich zu produzieren und eine Verschiebung der Öffnungstermine der Liftanlagen zu vermeiden. Trotz aller Anstrengungen scheint sich die Lage ohne neue Schneefälle nicht lösen zu lassen. Bei null anzufangen und Grundlage und Verlauf der Skipisten allein mit technischem Schnee zu schaffen, ist ein Ding der Unmöglichkeit.
So halten sich nur die hoch gelegenen Skigebiete den Weg zu einer Öffnung an den kommenden Wochenenden offen (Campiglio am Grostè, Faloria in Cortina, Livigno und Bormio 3000)
Allerdings bleibt auch für sie das Wetter ein Unsicherheitsfaktor: Schon eine kurze Unterbrechung des Beschneiungsprogramms könnte dazu führen, dass die Öffnung verschoben werden muss.
Feiern können diese wolkenlosen Tage die bereits geöffneten Skigebiete. Die wichtigsten sind Cervinia, Ghiacciaio Presena, Val Senales und Solda. Sie sind dankbar, denn dank der ungewöhnlichen Wetterlage können sie auf ein Oligopol zählen, das es sonst nicht gäbe.

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