Das auf den Namen „Cleopatra“ getaufte Tiefdruckgebiet verabschiedet sich aus den Alpen: Im Westen hat bereits wieder die Sonne die Oberhand gewonnen, und bis zum Abend werden die Wolken auch die zentralen und nordöstlichen Alpentäler geräumt haben.
Diese Störung Mitte Oktober hinterlässt eine tiefwinterliche Bergwelt mit Schnee bis auf 1400 m hinab. Begonnen hatte alles am Sonntagabend, als jenseits des Alpenhauptkamms und in den Grenzgebieten des Aostatals die ersten Flocken fielen. Am Montagvormittag hatten dichte Wolken bereits weite Teile der Alpen eingehüllt, und oberhalb von 2000 m schneite es wie mitten im Hochwinter.
Der gestrige Tag war geprägt von starken Schneefällen in den Hochlagen und kräftigem Regen unterhalb von 1800 m; auf den Gletschern fiel jede Menge Schnee, allen voran am Stilfser Joch und auf dem Presena-Gletscher, wo der intensive Schneefall bis zu 50 cm Neuschnee brachte. Geschneit hat es auch in Cervinia bis mitten ins Ortszentrum, im Monte-Rosa-Gebiet und ganz besonders ergiebig in den Nachbarländern Schweiz und Österreich.
Am späten Abend sank die Schneefallgrenze dank eines Temperatursturzes rasch ab: Zunächst schneite es auf 1800 m, dann auf 1600 m, doch zur Höchstform lief „Cleopatra“ in der Nacht von Montag auf Dienstag auf, als sie den Alpen in den Orten oberhalb von 1400 m Höhe bis zu 20 cm Neuschnee bescherte.
Reichlich Schnee fiel unter anderem in Arabba, am Kronplatz, in Madonna di Campiglio sowie in Andalo-Paganella, und selbst in den Voralpen zeigten sich die Gipfel rund um Folgaria leicht angezuckert.
- Sonnenaufgang über dem verschneiten Matterhorn – 16. Oktober
Verbreiteter Frost, -7 Grad im Hochgebirge
Auf den Schneefall folgte klirrende Kälte mit Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt im Hochgebirge und Frost bis auf 1200 m hinab. Auf den Gletschern wurde der reichlich gefallene Neuschnee der letzten Stunden durch die tiefen Temperaturen bestens konserviert, die laut Meteorologen zumindest heute tagsüber und anschließend in den klaren Nächten anhalten sollen.
In den nächsten Stunden übernimmt zwar wieder ein sonniges Hoch das Zepter, doch vorerst genießen wir diesen herrlichen Vorgeschmack auf den Winter!
Webcams ansehen: www.mondoneve.it/meteo-neve
Die jüngsten Schneefälle könnten schon bald die Öffnung weiterer Liftanlagen ermöglichen – bleiben Sie auf dem Laufenden in unserer Rubrik Eröffnung der Liftanlagen







































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