Es sieht so aus, als würde die Störung, die diesem „Sommer“ endlich den Vorhang zuziehen kann, wirklich kommen.
Nach einem Temperaturrückgang und einem Schneefall, der große Hoffnungen geweckt hatte, hat sich die Hitze wieder bemerkbar gemacht und die hochgelegenen Skigebiete daran gehindert, die Öffnung ihrer Liftanlagen zu planen. Eine Hitze wie Mitte August, die an diesen Wochenenden die Berge gefüllt hat, allerdings nicht zum Pilze- und Kastaniensammeln, sondern zum Mountainbiken und Wandern bei fast sommerlichen Temperaturen.
Die Temperaturen dürften am Freitag zu sinken beginnen, wenn eine Störung arktischen Ursprungs die Alpen erreicht und einen Temperatursturz um 10 Grad mit sich bringt, der nach Ansicht der Experten von Dauer sein wird.
Es könnte die Störung sein, die den Beginn des richtigen Herbstes und in den höchsten Lagen des Winters markiert. Obwohl die Gletscher vom Schneefall am 18./19. September profitieren konnten, lagen die Temperaturen deutlich über dem Durchschnitt (+8 Grad), sodass sich die Betreiber nicht an einen Tisch setzen konnten, um den Start der Wintersaison 2011/2012 zu planen.
Die Skigebiete, die die Wintersaison 2011/2012 bereits begonnen haben, sind wenige und liegen alle jenseits der Alpen. Hervor stechen insbesondere die Namen Stubai und Hintertux, wo man schon seit einigen Wochen Ski fahren kann; andere Skigebiete warten ab, wie sich die Lage entwickelt, um zu entscheiden, ob es sich lohnt, die Wintersaison einzuläuten oder nicht.
Schnee auf den Bergen entlang der Grenze
Die Störung erreicht den italienischen Himmel in der Nacht von Freitag auf Samstag und bringt am Samstag und Sonntag Niederschläge. Die aktuelle Temperatur liegt 8 Grad über dem jahreszeitlichen Mittel; mit diesem Kaltluftstrom wird sie auf 2 Grad unter den Durchschnitt fallen, ein Unterschied von satten 10 Grad (in nur zwei Tagen).
Der Temperatursturz bringt Schnee oberhalb von 1.000 m in den Alpen, aber nicht in allen Orten. Die stärksten Schneefälle betreffen die Grenzgebiete im Norden, während die weiter südlich gelegenen Gebiete (insbesondere die Voralpen) beim Besuch von Frau Holle leer ausgehen könnten. Der Schnee wird mit ziemlicher Sicherheit die Berge Südtirols und den Norden des Aostatals überzuckern, während die Orte im Trentino und in Venetien ohne Schnee bleiben könnten.
Den Prognosen zufolge werden die Schneemengen nicht sehr groß sein; entscheidend wird jedoch die Kälte sein, die die klimatische Lage in den italienischen Bergen endgültig verändern wird.
Nach diesem arktischen Durchzug steigen die Temperaturen wieder leicht an und bleiben im jahreszeitlichen Normalbereich, sodass die hochgelegenen Skiorte ihre Termine festlegen und die ersten Skitage beginnen können (zumindest auf den Gletschern).


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