Heute ist das Dekret zur verpflichtenden Schließung aller Skilifte in ganz Italien in Kraft getreten. Alle Wintersportorte haben sich daher umgehend an die Vorgaben angepasst und die Skigebiete vorzeitig geschlossen.
Einige Bergfreunde haben diese Schließung der Liftanlagen als Gelegenheit interpretiert, dank der gesperrten Pisten in aller Ruhe Skitouren und Schneeschuhwanderungen zu unternehmen.
Angesichts dieser neuen Begeisterungswelle unter Skitourengehern, Schneeschuhwanderern und anderen Wanderern hat sich die Nationale Bergrettung mit einem dringenden Appell zu Wort gemeldet, zu Hause zu bleiben und auf Touren im Hochgebirge zu verzichten, um im Falle eines Unfalls keinen Rettungseinsatz auszulösen und das durch den Kampf gegen das Coronavirus bereits völlig erschöpfte medizinische Personal nicht zusätzlich zu belasten.
Nachfolgend geben wir den Beitrag auf der offiziellen Seite wieder:
Das Land befindet sich in einer schwierigen Lage: Die Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte des Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico – CNSAS sind gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Einsatz, um Tausende Infizierte von Nord- bis Süditalien zu versorgen. Sie wissen sehr gut, dass wir für eine Höhlenrettung oder eine Bergrettung im Hochgebirge Dutzende Einsatzkräfte, einschließlich medizinischen Personals, aufbieten müssen. Stellen Sie sich also die Schwierigkeiten vor, mit denen wir in diesem Moment bei der Durchführung einer Rettung konfrontiert wären – einer Rettung, die wir selbstverständlich durchführen würden, die aber eine heikle Nachbetreuung nach dem Einsatz nach sich ziehen könnte.
Es wird wieder Zeit geben, einen Berg zu besteigen, und es wird wieder Zeit geben, gemeinsam eine Höhle zu erkunden.
Jetzt aber ist es Zeit innezuhalten. Es ist die Zeit, Verantwortung gegenüber sich selbst, gegenüber anderen und gegenüber Italien zu übernehmen. Wie es in der italienischen Verfassung geschrieben steht: Die Republik schützt die Gesundheit als grundlegendes Recht des Einzelnen und als Interesse der Allgemeinheit und gewährleistet Bedürftigen eine kostenlose medizinische Versorgung. Wir müssen diese Werte verteidigen, wir müssen unsere Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte sowie Italien vor einem Zusammenbruch des Nationalen Gesundheitsdienstes schützen. Es werden keine unmenschlichen Opfer verlangt, es wird nicht verlangt, einen 3000 Meter hohen Berg zu besteigen: Es wird lediglich darum gebeten, für eine kurze Zeit zu Hause zu bleiben.
#iorestoacasa ist kein Slogan und kein Hashtag zum Füllen der sozialen Netzwerke, sondern eine konkrete Aufforderung, unnötige Wege auf ein absolutes Minimum zu beschränken.


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