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Interski 2015: Ein Erfolg für die Scuola Italiana Sci

Das Abenteuer des DemoTeam Italia beim Interski 2015 ist mit der Rückkehr der gesamten Delegation nach Rom zu Ende gegangen. Der letzte offizielle Akt für die „Nationalmannschaft der Skilehrer“ fand am Samstag, dem 12. September, statt, als sie in der Italienischen Botschaft in Buenos Aires empfangen wurde. Das seit Langem geplante Treffen bot vor der Rückreise nach Italien eine schöne Gelegenheit für einen offiziellen Empfang durch die Botschafterin Dr. Teresa Castaldo, die zum Abschluss des Treffens erklärte:

„Es ist mir eine große Freude, Sie in der Italienischen Botschaft zu diesem herzlichen und seit Langem geplanten Termin begrüßt zu haben. Es sind historische Tage für den italienischen Sport, und auch Sie tragen mit dem hervorragenden Ergebnis beim Interski 2015 in Ushuaia, an dem 30 Nationen teilgenommen haben, Ihren Teil dazu bei. Für uns ist es natürlich ein Grund zum Stolz, solche sportlichen Spitzenleistungen zu erleben, denn wir dürfen nicht vergessen, dass der Sport ein enorm wichtiges kulturelles Instrument ist, das dabei hilft, Italien bekannt zu machen, Wertschätzung zu schaffen und zu zeigen, dass unser Land geeint ist. Sie sind dafür das beste Beispiel: Sie stammen aus vielen verschiedenen Regionen und leisten gerade deshalb gemeinsam mit Ethik und Teamgeist einen Beitrag zum nationalen Bewusstsein. All dies erfüllt uns im Ausland mit großem Stolz.“

INTERSKI 2015

Über fünfhundert Skilehrerinnen und Skilehrer aus den Disziplinen Ski Alpin, Ski Nordisch, Telemark und Snowboard, die 30 Nationen vertraten, kamen vom 5. bis 12. September 2015 in Ushuaia (ARG) zum 20. Internationalen Skilehrerkongress – Interski – zusammen. Dieses bedeutende internationale Großevent lässt sich als das wichtigste Schaufenster der weltweiten Schneesportlehre beschreiben. Jedes Land setzt alles daran, sich sowohl in technischer Hinsicht (Demo Show) als auch in didaktischer Hinsicht bei den Fachvorträgen im Hörsaal und den Workshops im Schnee von seiner besten Seite zu zeigen. Die Scuola Italiana Sci wurde durch das DemoTeam Italia vertreten – ein von der AMSI in Zusammenarbeit mit der FISI (Co.Scu.Ma) vorbereitetes Team, das sich aus vier Formationen zusammensetzte: Ski Alpin, Ski Nordisch, Snowboard und Telemark mit insgesamt 22 Mitgliedern. Für Italien lief alles nach Maß: Die Tradition unserer Skischule als internationale Spitzenadresse wurde sowohl bei den Demonstrationsfahrten auf der Piste als auch hinsichtlich der Wirksamkeit der Lehrmethodik eindrucksvoll bestätigt. Kurz gesagt präsentierte sich eine der wichtigsten Säulen des Wintertourismus unseres Landes in Bestform.

EINE WOCHE INTENSIVER ARBEIT

Um alles zu beschreiben, was während der Woche des Interski 2015 in Ushuaia geschah, bräuchte man zweifellos mehrere Seiten – richten wir den Blick daher auf die wichtigsten Höhepunkte. Die Eröffnungszeremonie fand am Sonntag, dem 6. September, im Beisein des argentinischen Tourismusministers Enrique Meyer und des Interski-Präsidenten Erich Melmer statt, der bei der Delegiertenversammlung in Ushuaia für weitere 4 Jahre im Amt bestätigt wurde. Während der Zeremonie wurden die 30 Delegationen vorgestellt, und anschließend absolvierten die DemoTeams jeweils eine Abfahrt auf der Piste „Demo Show“.

Von Montag, dem 7., bis Donnerstag, dem 10. September, war das Programm eng getaktet. Vormittags von 9:30 bis 11:30 Uhr fanden im Skigebiet Cerro Castor (30 Min. von Ushuaia entfernt) die Formationsfahrten der verschiedenen DemoTeams statt. Anschließend wurden von 11:30 bis 13:30 Uhr die geplanten Schneeworkshops durchgeführt. Am Montag wurde zudem ein spannender Riesenslalom ausgetragen, bei dem alle Nationen ihre rennstärksten Skilehrer an den Start schickten. Italien schnitt hervorragend ab: Bei den Herren gab es durch Alberto Schieppati und Matteo Magnani den Sieg und den dritten Platz, während bei den Damen Daniela Ceccarelli den 2. Platz belegte. Ebenfalls von Montag bis Donnerstag fanden nachmittags in der Stadt Ushuaia die Fachvorträge („Letture“) statt – ein wichtiger Programmpunkt, bei dem die Nationen ausgewählte didaktische Schwerpunkte vorstellten, die das Aushängeschild ihrer jeweiligen Skischulen bilden.

Italien präsentierte für Ski Alpin, Ski Nordisch, Snowboard und Telemark folgende Themen: „Von der Skischule zum Rennsport mit Fokus auf den Lehrplan für Kinder“, „Von der Skischule zum Rennsport mit Fokus auf Kinder auf Langlaufskiern“, „Neuer italienischer Snowboard-Lehrplan 2015“ sowie „Von der Skischule zum Rennsport im Telemark“. Die Resonanz auf die 4 Präsentationen war äußerst positiv, was sich auch in der hohen Teilnehmerzahl bei den anschließenden italienischen Workshops im Schnee widerspiegelte. Am Freitag folgte schließlich die Abschlusszeremonie, bei der sich alle glücklich, ein wenig bewegt und natürlich erschöpft von dieser intensiven Woche für die Ausgabe 2019 des Interski im bulgarischen Pamporovo verabredeten.

SKI ALPIN

Giacomo Bisconti, Leiter für Ski Alpin, unterstrich die Bedeutung der beim Interski 2015 geleisteten Arbeit sowohl auf der Piste als auch im Vortragssaal. Italien erhielt von zahlreichen Nationen großes Lob für die im Schnee gezeigten Choreografien sowie für die Qualität der Vorträge und Workshops. Damit trug die intensive Arbeit der letzten 10 Monate Früchte, in denen unter den Mitgliedern des DemoTeam Italia Leidenschaft und Professionalität an erster Stelle standen. Das vermittelte Bild ist rundum positiv und bestätigt, dass ein enges Zusammenspiel zwischen AMSI, FISI und Berufskollegium wie bei diesem Anlass zu weithin geschätzten Ergebnissen führt.

SKI NORDISCH

Giuseppe Piller Cotter, Leiter für Ski Nordisch, hob hervor, wie positiv die Botschaft des Vortrags „Von der Skischule zum Rennsport mit Fokus auf das Kind“ von den anderen Nationen (insgesamt 7) aufgenommen wurde. Als besonders interessant wurde dabei die einheitliche Sprache des Lehrplans unabhängig vom Könnensstand des Schülers bewertet, während andere Skischulen hier oft in strikt getrennten Stufen arbeiten. Im Einzelnen arbeitet die Schweiz derzeit an einem neuen Lehrplan, während die USA ihren Schwerpunkt auf das Marketing zur Gewinnung neuer Skischüler legten. Australien steht hingegen praktisch noch ganz am Anfang und benötigt daher auch Fachkräfte aus anderen Nationen, da der nordische Skisport dort eine starke Aufwertung erfährt.

TELEMARK

Roberto Parisi, Leiter für Telemark, betonte, wie wichtig es war, nach der Ausgabe in Crans Montana (Schweiz) im Jahr 2003 wieder mit dieser Disziplin bei einem Interski vertreten zu sein. In Ushuaia stießen wir bei den 18 Nationen, die Telemark im Programm hatten, auf großes Interesse – ein wichtiges Signal, das zudem sehr lebendige Vorträge und Workshops mit einem regen Informationsaustausch ermöglichte. Zu den Nationen mit spannenden Beiträgen gehörten die Schweiz, Kanada, die USA, Norwegen und Neuseeland sowie aufstrebende Länder wie Ungarn und Polen, die großes Interesse und Potenzial für diese Disziplin zeigen.

SNOWBOARD

Andrea Costa, Leiter für Snowboard, bestätigte, dass dieser Interski auch im Bereich Snowboard äußerst positiv verlief und sämtliche Nationen in dieser Disziplin vertreten waren. Dadurch kam es sowohl im didaktisch-methodischen als auch im fahrtechnischen Bereich zu einem hervorragenden Erfahrungsaustausch. Italien hinterließ mit den in den Vorträgen und Workshops behandelten Themen einen sehr guten Eindruck und stieß auf reges Interesse. Insbesondere führende Snowboard-Nationen wie die USA und Kanada zeigten sich sehr interessiert am neuen technischen Lehrplan 2015, vor allem hinsichtlich des Aufbaus und der Arbeitsmethodik.

Koordiniert wurden die vier Arbeitsgruppen von Luciano Stampa, dem Verantwortlichen des DemoTeam Italia im Auftrag der AMSI.

Erklärung des Nationalen AMSI-Präsidenten Maurizio Bonelli:

„Wir sind sehr zufrieden vom Interski zurückgekehrt – mit der Bestätigung, dank erstklassiger Demonstrationen, hervorragend besuchter Vorträge und Workshops sowie dem Sieg von Alberto Schieppati, dem dritten Platz von Matteo Magnani im Herren-Riesenslalom und dem zweiten Platz von Daniela Ceccarelli im Damenrennen an der Weltspitze des Ski- und Snowboardunterrichts zu stehen. Dies zeigt, dass das Team hervorragend gearbeitet hat und unsere Skilehrer ihr Bestes gegeben haben. Für die AMSI war es eine wichtige Reise, die dank der Unterstützung unserer Partner Alitalia, Pernigotti, Valtellina, Descente sowie der verschiedenen technischen Ausrüster realisiert werden konnte. Ich bin überzeugt, dass nach dieser Woche ein starkes Bild der Exzellenz der Scuola Italiana Sci und ihrer Skilehrer nach außen getragen wird, auch im Hinblick auf ihre tragende Rolle für den Bergtourismus. Das Treffen am Samstag, dem 12. September, in der Italienischen Botschaft in Buenos Aires setzte hierfür ein konkretes Zeichen: Nicht zufällig waren Reiseveranstalter, Wirtschaftsvertreter und Medien anwesend, die allesamt die Bedeutung des Skilehrers für den Wintertourismus sowie die Schönheit der italienischen Berge wahrgenommen haben. Besonders hervorheben möchte ich auch den persönlichen finanziellen Beitrag, den die Delegierten geleistet haben, um an der Reise nach Argentinien teilzunehmen. Der nächste Treffpunkt ist nun der Interski 2019 in Pamporovo, Bulgarien.“

Erklärung des Präsidenten des Nationalen Skilehrerkollegiums (Collegio Nazionale Maestri) Luciano Magnani:

„Im Namen des Collegio Maestri danke ich der AMSI für die Einladung zum Interski 2015. Für den Berufsstand der italienischen Skilehrer war dies eine einzigartige Gelegenheit zur Imagepflege und Aufwertung, was auch durch die Anwesenheit von FISI-Präsident Flavio Roda während des Events unterstrichen wurde. Nun gilt es, die bisher geleistete Arbeit konsequent fortzuführen – selbstverständlich zum Wohle unserer Schüler und der Skilehrer selbst, die immer stärker auf Professionalität setzen müssen.“

Für weitere Informationen und Initiativen der AMSI: www.AMSI.it

Photo credits: Marco Trovati-Pentaphoto

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