Schneewetter

Schnee und Frost? Das sind die letzten Schläge des Winters

Technische Beschneiung
So hatte die Saison begonnen

In ganz Italien gilt Wetteralarm: Schnee und Frost überziehen die gesamte Halbinsel von Nord bis Süd, in den Bergen ebenso wie in der Ebene. Die Berge des Apennins sind unter mehr als 2 Metern Schnee begraben, und viele Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten.
Seit mehr als 2 Wochen hält der Frost Italien fest im Griff, doch die Wetterexperten scheinen für die kommenden Wochen ein ganz anderes Bild zu zeichnen. Ist diese sibirische Kältewelle vorüber, kehrt die Sonne zurück und die Temperaturen pendeln sich wieder auf Durchschnittswerte ein – aber nicht nur das. Der Frühling scheint ganz nah zu sein, und so sagen einige Wettermodelle steigende Temperaturen voraus, tagsüber bis zu 10 Grad auf 900 m.
Eine Lage, die all jenen Hoffnung macht, die derzeit unter den vom Schnee verursachten Behinderungen leiden, zugleich aber eine schlechte Nachricht für alle Tourismusbetriebe in den Alpen.

technische Beschneiung

So hatte die Saison begonnen

Auch wenn sich der Schnee in den letzten Tagen im ganzen Land gezeigt hat, hat der Norden keine großen Neuschneemengen abbekommen, sodass die Alpen mit einem schneearmen Winter zu kämpfen haben – und das in einer Tourismussaison, die ohnehin schon von der Wirtschaftskrise getroffen ist.
Die geringen Niederschläge im Dezember und Januar haben den Skigebieten große Probleme bereitet: Sie haben heute zwar geöffnete Pisten, aber nur wenig Schnee zur Verfügung, und die Speicherseen sind inzwischen ausgetrocknet. Der Schneemangel hat die Betreiber nämlich gezwungen, die Grundlage der Pisten mithilfe der technischen Beschneiung anzulegen, wobei sie die im Laufe des Jahres angesammelten Wasserreserven ganz oder fast ganz aufgebraucht haben.

Sollten sich die Prognosen bestätigen, wäre das für viele Skiorte in niedrigen und mittleren Lagen eine Katastrophe. Die Skigebiete unterhalb von 1.300/1.400 Metern bekämen es als Erste zu spüren und müssten die Saison womöglich vorzeitig beenden. Ein Temperaturanstieg würde den wenigen vorhandenen Schnee innerhalb weniger Wochen „wegtragen“, ohne die Möglichkeit zu lassen, mit technischer Beschneiung Abhilfe zu schaffen (wie man es jedes Jahr zu Beginn der Schneeschmelze tut).

Natürlich beträfe das Problem nur die Alpen und nicht den Apennin, der dank der gewaltigen Schneefälle reichlich Schnee getankt hat und die Saison problemlos bis in den Frühling fortsetzen kann.
Bleibt zu hoffen, dass eine ergiebige Störung das Problem entschärfen und neuen, reichlichen Schnee in die Alpen bringen kann.

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