Schneewetter

„Zu viel Schnee“ im Aostatal, Lawinengefahr extrem hoch

Starker Schneefall

Von nichts zu zu viel. Gestern war ein Schneetag im Aostatal. Dank der aus Frankreich herangezogenen Störung erwachte das Aostatal unter einem herrlichen Schneefall: Große, dichte Flocken bedeckten schnell das Braun der noch schneefreien Wiesen. Innerhalb weniger Stunden änderte die Landschaft Farbe und Perspektive und versetzte die Skiorte des Aostatals in vollkommene Weihnachtsstimmung.
Doch die Schneefälle hörten nicht auf und brachten den ganzen Tag und die ganze Nacht über weiter Schnee. Die Schneehöhen erreichten Rekordwerte, über 50 cm auf 1.300 m und mehr als 70 cm in den Hochlagen über 2.000 m.
Am stärksten betroffen sind die Orte im Nordwesten, zum Beispiel Cervinia – der eigentliche Star dieses Super-Schneefalls.
Das Skigebiet am Fuße des Matterhorns hat reichlich Schnee getankt: An einem einzigen Tag fielen über 100 cm Neuschnee, und es schneit ununterbrochen weiter. Auf 2.000 m Höhe meldet der Schneebericht 140 cm Schnee, in den Hochlagen sind es 220 cm. Ein regelrechter Schneesturm, der das Gesicht des Aostatals radikal verändert hat (Fotos ansehen) und Schnee auch dorthin gebracht hat, wo bis heute keiner zu sehen war, zum Beispiel am Monterosa.

Super-Schneefall

Die Täler des Skigebiets Monterosa Ski hatten bislang noch nicht von Frau Holles Gaben profitieren können, und das verlängerte Wochenende um Mariä Empfängnis war ein kompletter Reinfall. Kein Schnee, nicht einmal in der Höhe, wo traditionell immer reichlich Schnee liegt und die Beschneiungsanlagen mitunter ganze Saisons lang ausgeschaltet bleiben. Gestern hat sich das Wetter wieder versöhnlich gezeigt und reichlich Schnee gebracht, im Tal wie in der Höhe: Über 50 cm Schnee haben sowohl die Aostataler als auch die Piemonteser Seite weiß gefärbt, sodass das Skigebiet alle Pisten wieder öffnen könnte … gäbe es nicht die Lawinenprobleme.

Lawinengefahr Stufe 5 (die gefährlichste)

Der „zu viele“ Schnee, der an einem einzigen Tag gefallen ist, hat die Lawinengefahr auf die höchste Stufe getrieben. Die Gefahrenstufe liegt bei 5-sehr groß in den Sektoren Valgrisenche, Valdigne, Gran San Bernardo, Valpelline, obere Valtournenche und Val di Rhêmes. Im übrigen Gebiet bleibt die vorhergesagte Gefahrenstufe bei 4-groß.
Sich unter diesen Bedingungen in den Neuschnee zu wagen, ist sehr riskant. Die Region fordert alle Freeskier auf, auf Freeride-Abfahrten zu verzichten, und hat außerdem einige Bergstraßen gesperrt, bis die Bergrettung einige Hänge durch kontrollierte Lawinenauslösungen gesichert hat.
Obwohl in diesen Stunden sehr viel Schnee gefallen ist, haben die Skigebiete nämlich viele Pisten geschlossen, um Unfälle durch Lawinen zu vermeiden.
Die Lawinenwarnung wird bis Anfang nächster Woche hoch bleiben; allen wird empfohlen, den Lawinenlagebericht des Aostatals zu konsultieren

Wer mit eigenen Augen sehen möchte, wie viel Schnee im Aostatal und insbesondere in Cervinia gefallen ist, kann auf diese Seiten klicken: Schnee-Webcams in Cervinia – Schnee-Webcams Monterosa Ski – Schneebericht

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