Schneewetter

Schnee in Jerusalem, in Italien Hochdruckwetter und Temperaturinversion

Schnee in Israel

Schnee in IsraelEin weißes Erwachen im herrlich verschneiten Israel dank einer kräftigen Schneefront aus Osten, die auch die Türkei und weite Teile des Nahen Ostens erfasst hat. Dieser Wintereinbruch hat sämtliche Straßen in Weiß gehüllt und für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt: Schneefälle sind hier ein seltenes Ereignis – der letzte große Schneefall lag zehn Jahre zurück (2003) und scheint sich nun zu wiederholen.
Doch nicht nur am Rande der Wüste schneit es, sondern auch in den USA und weiten Teilen Nordeuropas. Heftige Schneestürme fegen über Nordamerika hinweg, wo die Temperaturen in North Dakota auf eisige -30 °C gefallen sind, während Orkantief Xaver zunächst Skandinavien überquerte und anschließend Richtung Russland weiterzog, wo es der Hauptstadt Moskau ergiebige Schneefälle bescherte.

Wüste mit Schnee

Italien zwischen Hochdruckgebiet und Temperaturinversion

In Italien zeigt sich derzeit das genaue Gegenteil: bei uns kein Neuschnee, sondern Sonne in den Bergen, Nebel in den Niederungen und eine ausgeprägte Temperaturinversion.
Das Ausbleiben neuer Schneefälle und die Inversionswetterlage stellen die Skigebiete in den Alpen und im Apennin auf eine harte Probe. Die Schneedecke wird allmählich dünner, und aufgrund der Temperaturumkehr sinken die Nachttemperaturen auf den Bergen kaum unter den Gefrierpunkt.
Dadurch fehlt es sowohl an Naturschnee als auch an der Möglichkeit zur technischen Beschneiung: Ohne stabile Minusgrade lassen sich die Schneekanonen kaum betreiben, und selbst nahe dem Gefrierpunkt ist die Schneeausbeute deutlich geringer als bei knackigem Frost.

Das erschwert auch die Pflege der Pisten, die bislang lediglich von einem einzigen großen Naturschneefall und dem zuvor produzierten Kunstschnee zehren. In einigen Skigebieten sind die Teams daher rund um die Uhr mit Pistenbullys im Einsatz, um selbst den neben den Abfahrten liegenden Schnee auf die Pisten zu schieben und den durchgehenden Liftbetrieb zu sichern. Auch die Vorbereitung einiger Wintersportveranstaltungen, die gerade in dieser Jahreszeit unsere Berge beleben, gestaltet sich entsprechend aufwendig.

Vorerst spielen die Wetterkarten den Skifahrern noch nicht in die Hände, doch nach dem 20. Dezember könnte sich die Blockade lösen und der Schnee aus der Wüste wieder in seine angestammte Heimat zurückkehren. Ähnliche Wetterlagen gab es schon in vergangenen Wintern – vielleicht holt der Winter derzeit nur tief Luft, um uns im Januar meterweise Schnee zu bescheren (so hoffen wir zumindest).

Empfohlene Links:
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