Die Vorhersagen waren eindeutig: Schnee und Frost in ganz Italien, doch mit so ergiebigen Schneefällen und so strenger Kälte hatte sicher niemand gerechnet. Nachdem die Störung die Alpen weiß gefärbt hatte, zog sie nach Mittelitalien weiter, wo sie zur Höchstform auflief. Im Vergleich zu den Bergen im Norden fiel hier viel mehr Schnee, und viele Skiorte wurden buchstäblich unter dem Schnee begraben. In vielen Gebieten liegt der Neuschnee über einen Meter hoch; von der Toskana bis in die Abruzzen ist der Schnee bis in Hügellagen ergiebig gefallen (und fällt weiterhin), und auch im Flachland hat es geschneit.
Herausragend ist vor allem der Schneefall in Rom, der zwar nicht mit dem im Hochgebirge vergleichbar ist, aber dennoch stark genug war, um die Stadt lahmzulegen. 5 bis 15 Zentimeter Schnee bedeckten die Hauptstadt und brachten den Verkehr mit erheblichen Behinderungen zum Erliegen. Derzeit gilt eine Verordnung, die Autofahrer verpflichtet, Schneeketten oder Winterreifen mitzuführen, um im Gebiet fahren zu dürfen.

Kaiserforen im Schnee - Rom
Der Schnee hat das Kolosseum, die Kaiserforen, den Altare della Patria und den Petersplatz weiß gefärbt. Für viele brachte der Schnee Unannehmlichkeiten, doch für die Kinder war dieser Schneefall eine Gelegenheit, beim Schneemannbauen Spaß zu haben!
Laut Experten hat es in Rom seit 30 Jahren keinen solchen Schneefall mehr gegeben. Allerdings ist eine heftige Polemik gegen Bürgermeister Alemanno entbrannt, und das Netz, insbesondere Twitter (wo der Tag #nevearoma boomt), spottet: „Bald wird Alemanno eine restriktive Verordnung erlassen: Fahren dürfen dann nur noch Schlitten“.

Schnee im Vatikan
Aber nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch auf anderen Verkehrsadern Mittelitaliens kam es zu Behinderungen, viele Straßen waren durch die heftigen Schneefälle lahmgelegt. Bezeichnend war der 7-stündige Stillstand eines Zuges auf der Strecke Forlì-Cesena, wo die Fahrgäste, eingeschlossen in dem mitten auf dem Land festsitzenden Zug, bei starkem Schneefall und strengem Frost auf die Ankunft der Rettungskräfte warteten.
Wenn der Schnee in der Stadt für Unannehmlichkeiten sorgte, so lässt sich das von den Skiorten des Apennins nicht behaupten, wo der Schnee mit Jubel empfangen wurde und für große Zufriedenheit sorgte. Die Schneehöhen von 50 bis 100 cm Schnee werden die Öffnung aller Liftanlagen und aller Skipisten ermöglichen. „Wie Manna vom Himmel“ wird dieser Schneefall die Tourismussaison retten, die im Apennin bekanntlich etwas später beginnt als in den Alpen. Sobald es aufhört zu schneien, können die Pistenraupen in Aktion treten, um die Skipisten zu präparieren und Skifahrer und Touristen im Hinblick auf die Skiwochen zu empfangen.
> Seht euch die Fotos vom Abetone mit 80 cm Neuschnee an


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