Schneewetter

Schnee und Frost für Alpen und Apennin im Anmarsch: Der Winter steht vor der Tür!

Schnee im Anmarsch in den Alpen und im Apennin

Der zähe Saisonauftakt hat bei vielen von uns unweigerlich ungute Erinnerungen an den Winterbeginn 2014/15 geweckt, als fehlende Schneefälle und überdurchschnittlich milde Temperaturen den Start in die Wintersaison erst gegen Ende Dezember zuließen.

Es ist ein schwieriger November für die Wintersportorte – nicht nur in den Tälern, sondern auch im Hochgebirge, wo sogar einige Gletscher ihren Saisonstart verschieben mussten, was zeigt, dass selbst eine Höhenlage von 3000 Metern noch keine Garantie für einen pünktlichen Winterstart ist.

Nun zeichnet sich jedoch eine Trendwende ab: Aus Nordeuropa strömt arktische Kaltluft heran, die Frost und Schnee in den Alpenbogen sowie in weite Teile des Apennins zurückbringen wird.

Begleitet wird der Temperatursturz von einer Störungsfront, die die Alpen am Abend des Freitags, 20. November, erreicht und den Schnee in die alpinen Wintersportorte zurückbringt – zunächst in mittleren Lagen (1500 m) und anschließend bis auf rund 1000 Meter hinab. Mit der fortschreitenden Abkühlung sinkt die Schneefallgrenze vor allem im Nordosten Italiens bis in tiefe Lagen; anschließend erfasst die Front auch die Appennini, wo es in den Bergen der Emilia Romagna bis auf 800 Meter hinab schneien könnte.

Das Tiefdruckgebiet wird die Wintersportorte vor allem am Samstag und Sonntag beschäftigen, wobei die Niederschläge in einigen Regionen bis in den Montag hinein anhalten können.

Wie viel Schnee wird fallen?

Rekordverdächtige Neuschneemengen wird die heranziehende Front in den Alpen und Appennini zwar noch nicht bringen:
Im Apennin fallen die Schneefälle voraussichtlich kräftiger aus als in den Alpen, wo rund 30 cm Neuschnee nur in hochgelegenen Orten wie Cervinia und Livigno erreicht werden dürften, während in den übrigen Alpenorten 10 bis 20 cm Schnee erwartet werden.

Entlang des Apennins sind hingegen intensivere Schneefälle in Sicht – von der Emilia bis in die Region Abruzzo könnten in den höchsten Lagen bis zu 40 cm Neuschnee fallen.

Frost und Öffnung der Liftanlagen

Eigentlich sollten am kommenden Wochenende bereits zahlreiche Liftanlagen in Betrieb gehen, doch einige Skigebiete werden ihre Pläne anpassen und den Saisonstart um einige Tage verschieben müssen.
Auch wenn der erwartete Naturschnee allein noch kaum für eine sofortige Liftöffnung ausreicht, bringt der markante Temperatursturz doch den entscheidenden Frost, um die technischen Beschneiungsanlagen wieder anzuwerfen und die bislang wegen der milden Temperaturen unterbrochene Grundbeschneiung der Skipisten fortzusetzen.

Da viele Skistationen über eine 100-prozentige Abdeckung ihrer Pisten mit modernen Beschneiungsanlagen und großen Wasserspeichern verfügen, könnten schon einige Dutzend Zentimeter Naturschnee in Verbindung mit Dauerfrost ausreichen, um in zahlreichen Orten bereits Ende November in die Skisaison zu starten.

Während wir auf die weiße Pracht warten, finden Sie hier wie gewohnt die Links zu den Webcams und den Schneeprognosen:

Live-Schnee-Webcams von den Pisten
Schneeprognosen und Schneebericht

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