
Der Winter in diesem Skiort gehört zu den strengsten der Welt: 170 km nördlich des Polarkreises färbt sich Levi bereits Ende Oktober weiß und gibt den Schnee bis April nicht mehr her. Die Höhenlage könnte man fast als hügelig bezeichnen, denn der höchste Punkt des Skigebiets liegt auf 530 m ü. M., doch im skandinavischen Raum, wo die Temperaturen im Winter fast -40 Grad erreichen, stellt dies keinerlei Problem dar.
Genau hier, im eisigen Schnee des hohen Nordens, treten die alpinen Ski-Nationalmannschaften im Ski-Weltcup in der Disziplin Slalom gegeneinander an.
Am Samstag, den 15. November, sind die italienischen Damen an der Reihe, die in den letzten Stunden die Piste mit Blick auf die Wettervorhersage – die für den Vormittag Schneefall meldet – genau besichtigen. Das Team (Manuela Moelgg, Michela Azzola, Sabrina Fanchini, Sarah Pardeller, Marta Benzoni) muss dieses Slalomrennen bestreiten, ohne in optimaler körperlicher Verfassung zu sein; Verletzungen und lange Pausen machen sich bemerkbar, doch die „Azzurre“ sind fest entschlossen, nicht zurückzubleiben. Besonders motiviert zeigt sich dabei Sabrina Fanchini, die erklärte:
„Nach dem Riesenslalom in Sölden war ich sehr enttäuscht, dass ich mich nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert hatte. Dann habe ich mit kühlem Kopf darüber nachgedacht und mir klar gemacht, dass ich nach 11 Monaten Verletzungspause nicht viel mehr erwarten konnte. Also bin ich mit einer anderen Einstellung in die Qualifikation für diesen Slalom gegangen und habe vollen Kampfgeist gezeigt. Und genau das muss ich auch im Rennen tun, selbst wenn ich mit einer sehr hohen Startnummer ins Rennen gehe“

In der Ferne die Skipisten von Levi
Am Sonntag, den 16. November, gehen Cristian Deville, Giuliano Razzoli, Manfred Moelgg, Stefano Gross, Patrick Thaler, Roberto Nani, Riccardo Tonetti und Giordano Ronci an den Start.
Die italienischen Herren haben in den vergangenen Tagen auf den Pisten von Zinal in der Schweiz trainiert, nachdem zuvor unser heimischer Presena-Gletscher die Slalom-Champions empfangen hatte.
Hier konnte die italienische Nationalmannschaft bislang keine großen Erfolge feiern, und vielleicht werden unsere Slalomfahrer gerade deshalb alles daransetzen, einen Platz auf dem Podium zu erobern – das Talent ist vorhanden, Spannung ist garantiert!
Morgen wird der Slalom-Weltcup in Levi live von der RAI und von Eurosport übertragen; hier finden Sie alle Infos, um den Ski-Weltcup im Livestream zu verfolgen


Noch keine Kommentare