
Nach einem recht verhaltenen ersten Durchgang für das italienische Team glänzte vor allem Manfred Moelgg, der sich mit einer starken Fahrt auf dem vierten Zwischenrang platzierte und sich damit beste Chancen auf einen Podestplatz im Finale wahrte.
Auch im zweiten Durchgang präsentierte sich die Piste unter ungewohnten Bedingungen: Bei einer Temperatur von 3 Grad plus war die Schneedecke relativ weich, was die Slalom-Asse jedoch keineswegs daran hinderte, sich einen packenden Schlagabtausch zu liefern und großartiges Spektakel zu bieten.
Als erster Italiener im Finale ging Olympiasieger Giuliano Razzoli auf die Strecke und setzte sich mit einer soliden Fahrt zunächst auf den zweiten Zwischenrang, während einige nachfolgende Läufer mit den Bedingungen zu kämpfen hatten. Richtig spannend und dramatisch wurde es schließlich mit den Top 16 des ersten Durchgangs.
Nach Razzoli folgte Stefano Gross, der jedoch nicht fehlerfrei durchkam und weit zurückfiel. Für ein dickes Ausrufezeichen aus italienischer Sicht sorgte anschließend überraschend Patrick Thaler: Mit einem herausragenden Lauf übernahm er die Führung und behauptete diese so lange, bis sein Teamkollege Manfred Moelgg an der Reihe war. Gestärkt durch seine gute Ausgangsposition aus dem ersten Lauf zog Moelgg an allen vorbei, verdrängte Thaler von der Spitze und sorgte zwischenzeitlich für eine italienische Doppelführung.
Doch nach Manfred standen noch drei Top-Athleten oben am Start, die sich nacheinander allesamt vor die beiden Italiener schoben und den „Azzurri“ trotz einer bärenstarken Mannschaftsleistung das Nachsehen direkt hinter dem Podium gaben.
Den Sieg bei dieser zweiten Etappe des Alpinen Ski-Weltcups holte sich der Schwede André MYHRER in einer Gesamtzeit von 1:49,55 vor dem Österreicher Marcel HIRSCHER (nur 6 Hundertstelsekunden zurück) und dem „schwedischen Akrobaten“ Jens BYGGMARK, der sich trotz mehrerer wilder Rutscher im Kurs hielt und den aus Alto Adige stammenden Moelgg um winzige 0,12 Sekunden auf Platz vier verwies.
Auch wenn das um Haaresbreite verpasste Podium für Manfred schmerzt: Die „Azzurri“ haben eine großartige Show geboten und eindrucksvoll bewiesen, dass in diesem Ski-Weltcup 2012/2013 voll mit ihnen zu rechnen ist!
Endergebnisse: http://www.fisalpine.com/race-results/levi,70935.html


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