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MADONNA DI CAMPIGLIO – 3TRE : 10 Tausend Zuschauer am Canalone Miramonti

 

Präsident Conci zieht eine technisch und organisatorisch positive Bilanz – Der Sport erobert Campiglio: Tausende am Canalone Miramonti – Einziger Wermutstropfen ist der Tod des geschätzten Mitarbeiters Bertocci.

Der Vorhang am Canalone Miramonti in Madonna di Campiglio bleibt geöffnet: Die 3Tre-Piste, auf der sich eben noch die schnellen Weltcup-Athleten duellierten, wird nun von den zahlreichen Urlaubern erobert, die den berühmten Ort im Trentino bevölkern.

Die Scheinwerfer des Großevents sind hingegen erloschen, und es ist Zeit für eine erste Bilanz und Analyse. Die Freude über den Erfolg der 3Tre bleibt bestehen, ebenso wie bei den Organisatoren ein Schleier der Trauer über den Verlust von Lanfranco Bertocci liegt – einem geschätzten Mitarbeiter, der am Pistenrand einen tödlichen Schwächeanfall erlitt.

Die Rückkehr nach sieben Jahren Abwesenheit im Weltcup war weder logistisch-organisatorisch noch technisch einfach. Die Zeiten ändern sich, und es hat sich ausgezahlt, das Team in der Zwischenzeit mit Europacup-Rennen „im Training“ gehalten zu haben. Es wurde hart gearbeitet, und die Ergebnisse fielen äußerst positiv aus – in mancher Hinsicht wurden sogar alle Erwartungen übertroffen.

Großartiger Rückhalt kam aus dem Ort und von den Einwohnern von Campiglio, die die Vorbereitungsphase geduldig mitgetragen und Athleten wie Fans begeistert empfangen haben. Das zeigte sich bereits bei der Startnummernauslosung am Vorabend des Rennens: Mehr als tausend Jugendliche, Fans, Schaulustige und Urlauber strömten auf die Piazza Sissi, das Herz von Campiglio, um den Athleten zuzujubeln, die sich am darauffolgenden Tag zwischen den Toren der 3Tre messen sollten. Noch eindrucksvoller fiel die Publikumsresonanz am Rennabend selbst aus: Zwar lässt sich die Zahl schwer exakt beziffern, doch entlang des Canalone Miramonti versammelten sich zweifellos über 10.000 Menschen in einem Fahnenmeer und bei echter Stadionatmosphäre.

Auch in technischer Hinsicht hieß es „Chapeau an Italien“, wie Günter Hujara, Renndirektor des Herren-Skiweltcups, betonte: „Campiglio ist endgültig in den Kalender zurückgekehrt und wird immer als Nachtrennen stattfinden. Es war ein großartiges Spektakel auf einer perfekten Piste. Bravo. Kompliment an alle.“                       

Die Erfahrung der Pistenmannschaft erwies sich als entscheidend, und der Schnee sowie die Kälte, die das Val Rendena in den Tagen vor dem Rennen einhüllten, waren das Sahnehäubchen auf einem perfekt aufgegangenen Plan. Die Organisationsmaschinerie lief reibungslos. Das Hauptquartier im PalaCampiglio versorgte die Medien (200 Journalisten aus aller Welt), koordinierte die Teilnehmer und beherbergte die Sitzungen von FIS und FISI. Kurz gesagt: Italien versteht sein Handwerk.

Der Tourismusverband ApT, die Bergbahngesellschaft Società Funivie sowie die Gemeinden Pinzolo und Ragoli trugen allesamt mit Begeisterung zum Gelingen bei. Besonderer Dank gebührt natürlich dem ApT und den Bergbahnen: Die Schneeproduktion und die unermüdliche Unterstützung der Pistenpräparierungsmannschaften machten den Erfolg erst möglich, ebenso wie sich das Personal und die Struktur des ApT mit Leib und Seele der Organisation widmeten – allen voran Loredana Bonazza und Matteo Bonapace, die das Generalsekretariat koordinierten. Doch das wahre Herz und die Seele der 3Tre waren sie: die 200 freiwilligen Helfer, die an allen Fronten im Einsatz standen.

Bevor Präsident Lorenzo Conci näher auf die Bilanz eingeht, widmet er noch bewegende Worte dem Andenken an Bertocci: „Es war für uns alle ein Schock, eine sehr schmerzliche, unvorstellbare Situation… die eine tiefe Traurigkeit hinterlässt.“

„Was die technische Bilanz betrifft“, fährt Lorenzo Conci fort, „war die Pistenpräparierung dank Adriano Alimonta und seiner Mannschaft perfekt. Der Canalone Miramonti hat sich erneut als eine der schönsten Pisten der Welt erwiesen, die technische Ausstattung war hervorragend, kurzum: Alles lief reibungslos.“

Natürlich gibt es auch weitere unmittelbare Aspekte der Bilanz, die positiv stimmen: „Der Zuschauerzuspruch“, so Lorenzo Conci weiter, „war eine wunderbare Überraschung. Wir alle hatten auf eine gute Resonanz gehofft, doch niemand wagte von einem solchen Ergebnis zu träumen. Die Tickets waren restlos ausverkauft, und ehrlich gesagt gab es in diesem Bereich auch kleinere Probleme: Warteschlangen an den Eingängen und etwas Verwirrung. Der stärker als erwartet ausgefallene Andrang hat uns etwas unvorbereitet getroffen, und daran müssen wir arbeiten. Aber an diesem Punkt nachbessern zu dürfen, bereitet große Freude. Selbst Weltcup-Chef Hujara zeigte sich angenehm überrascht. In jedem Bereich gibt es kleine Details, an denen wir feilen werden, keine Frage, aber im Wesentlichen haben wir die schwierige Herausforderung gemeistert, uns nach 7 Jahren zurückzumelden und anderen großen Klassikern in nichts nachzustehen. Wir möchten allen danken, die gekommen sind, denn nur dank ihrer Anwesenheit wurde die 3Tre zu einem solchen Erfolg.“  

Infos: www.3trecampiglio.it

 

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