Liftanlagen

Saalbach Hinterglemm: Neue Reiterkogelbahn führt im Winter 2026/27 direkt bis zum Gipfel

Verschneiter Hang und Wälder in den Bergen des Salzburger Landes
Winterlandschaft im Salzburger Land, Symbolbild.

In Hinterglemm erhält eine der prägendsten Liftanlagen der Südseite ein neues Gesicht – und reicht künftig vor allem deutlich weiter hinauf. Für den Winter 2026/27 macht die historische Reiterkogelbahn aus dem Jahr 1997 Platz für eine neue Zehner-Kabinenbahn, die mit einer zweiten Sektion ausgestattet ist und die Auffahrt direkt bis in den Gipfelbereich des Berges fortsetzt. Die im April gestartete Baustelle soll laut Zeitplan im November abgeschlossen werden – rechtzeitig für die neue Saison im Skicircus, deren Betrieb vom 27. November 2026 bis zum 4. April 2027 angesetzt ist.

Auf dem Pistenplan wird die neue Aufstiegsachse unter den Kennungen D1 und D1b geführt, doch wer die Abläufe in Hinterglemm kennt, wird den Unterschied vor allem am Morgen spüren. Der Reiterkogel bildet eines der wichtigsten Einstiegstore in das große Verbindungsnetz des Skigebiets: Dank der Verlängerung durch die zweite Sektion gelangen Wintersportler, die auf dieser Talseite starten, künftig direkt in den oberen Bergbereich, ohne die Bergfahrt auf jener Höhe unterbrechen zu müssen, auf der die alte Bahn endete.

Technisch fiel die Wahl auf dieselbe Doppelmayr-Bauweise, die sich bereits bei der Kabinenbahn am 12er KOGEL bewährt hat. Entlang der 2.111 Meter langen Strecke verkehren 71 Kabinen, die in rund achteinhalb Minuten einen Gesamthöhenunterschied von 669 Metern überwinden und eine Förderleistung von 2.500 Personen pro Stunde erreichen.

Von der Hinterglemm-Runde zu den 270 Pistenkilometern im Skicircus

Mit der Verlängerung der Reiterkogelbahn gestaltet sich auch die Hinterglemm-Runde noch flüssiger – jene vom Skigebiet empfohlene Skirunde, die die Hänge von Reiterkogel, Hochalm und 12er KOGEL über einen Wechsel aus blauen und roten Pisten miteinander verknüpft. Da man nun mit einer einzigen Bahn direkt bis in den Gipfelbereich gelangt, können Skifahrer sofort entscheiden, ob sie für Wiederholungsfahrten in der Höhe bleiben oder direkt zu den Nachbarbergen weiterschwingen.

Darüber hinaus spielt dieser Sektor eine wichtige Rolle für alle, die sanfte, gleichmäßige Hänge suchen, um im freien Skiraum Sicherheit zu gewinnen. Im benachbarten Bereich Rosswald ist beispielsweise die von der Sesselbahn Rosswald 6er erschlossene Piste Nummer 73 eine der klassischen Adressen für Genussläufer und Fortgeschrittene, die traditionell über die Auffahrt mit der Reiterkogelbahn und weiter mit dem Hasenauer 8er erreicht wird: ein Zusammenspiel der Liftanlagen, das zeigt, wie entscheidend schon die erste Bergfahrt am Morgen ist, um die Skifahrerströme auf das passende Gelände für jede Könnensstufe zu verteilen.

Mit Blick auf den gesamten Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn fügt sich die neue Kabinenbahn in einen Skiverbund mit 270 Pistenkilometern ein – unterteilt in 140 Kilometer blaue, 112 Kilometer rote und 18 Kilometer schwarze Pisten –, in dem man stundenlang von einem Tal ins nächste reisen oder den ganzen Tag einem einzigen Hang widmen kann. Und auch wer ohne Ski auf den Berg fährt, profitiert: Direkt am Reiterkogel startet die 3,2 Kilometer lange Rodelbahn, die bis ins Zentrum von Hinterglemm hinabführt und die neue Kabinenbahn als zentralen Treffpunkt für das gesamte Winterleben des Ortes unterstreicht.

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