Liftanlagen

Buffaure: Neue Zehner-Kabinenbahn führt auf den Col de Valvacin

Liftanlagen Buffaure GTarter Skiarea-Buffaure-Ciampac
Liftanlagen Buffaure GTarter Skiarea-Buffaure-Ciampac

Im Skigebiet Buffaure im Val di Fassa geht im Winter 2026/27 eine der bekanntesten Liftanlagen im oberen Bergbereich in den Ruhestand. Anstelle der Vierersesselbahn aus dem Jahr 1997 nimmt eine neue Zehner-Kabinenbahn zum Col de Valvacin den Betrieb auf, die zu den großen Neuheiten des Winters 2026/27 zählt. Das Skigebiet oberhalb von Pozza di Fassa hat den Saisonstart auf den 4. Dezember 2026 festgelegt.

Wer die Topografie am Buffaure kennt, weiß, wie zentral diese Linie für die Gestaltung eines Skitages ist. Sobald man von Pozza in den Talkessel des Buffaure hinaufgefahren ist, ermöglicht die Bahn am Col de Valvacin den weiteren Aufstieg bis auf 2.354 Meter am Gipfelkamm: eine natürliche Wasserscheide, an der man entscheiden kann, ob man auf den Pisten der Fassa-Seite bleibt oder ins Val Jumela hinüberwechselt, um weiter in Richtung Ciampac und Alba di Canazei zu fahren.

Der Wechsel von den offenen Vierersesseln zu den neuen geschlossenen Zehnerkabinen verändert sowohl den Komfort als auch die Fahrzeit grundlegend. Nach Angaben des Betreibers steigt die Förderleistung von 1.800 auf 2.600 Personen pro Stunde, während sich die Fahrzeit von 7 Minuten und 15 Sekunden auf 3 Minuten und 49 Sekunden nahezu halbiert. Zusammen mit der Seilbahntechnik wurde auch die Trassenführung überarbeitet, um die Anfälligkeit gegenüber Windböen am Bergrücken zu verringern. Dabei wurden die technischen Anlagen in einer unterirdischen Talstation gebündelt, während die Bergstation am Gipfel deutlich kompakter und zurückhaltender gestaltet wurde.

Zwischen den roten Pisten am Valvacin und der Skischaukel zum Ciampac und zur Sellaronda

Direkt am Ausstieg der neuen Kabinenbahn beginnen die beiden nach dem Gipfel benannten Abfahrten Valvacin und Valvacin B, die im offiziellen Pistenplan beide als rote Pisten ausgewiesen sind. Es sind abwechslungsreiche, schwungvolle Abfahrten, die dank der schnellen neuen Bahn geradezu zu Wiederholungsfahrten einladen, während weiter unten im Kessel von Buffaure di Sotto die sanfteren Hänge und Übungsbereiche für Einsteiger liegen.

Wer hingegen gerne ausgedehnte Skirunden unternimmt, für den ist der Col de Valvacin das Tor zur Abfahrt ins Val Jumela, von wo aus man wieder zur Sella Brunéch hinauffährt und den weiten Kessel des Ciampac erreicht. Entlang dieser Achse zwischen Pozza di Fassa und Alba di Canazei kommen auch sehr geübte Skifahrer voll auf ihre Kosten: An den beiden Endpunkten der Verbindung führen zwei der anspruchsvollsten Pisten des Tals hinab ins Tal – die schwarze Vulcano auf der Seite von Pozza und die berühmte schwarze Ciampac-Talabfahrt nach Alba. Was jede Auffahrt auf den Col de Valvacin zudem besonders macht, ist das Panorama auf 2.354 Metern Höhe hoch zwischen dem Val San Nicolò und dem Val Jumela, wo der Blick über die Marmolada, die Sellagruppe, den Sassolungo, den Catinaccio und die Kämme der Monzoni schweift.

Genau diese Lage macht die neue Kabinenbahn zu einem wertvollen Baustein innerhalb der Panorama Ski Tour, jener Skirunde, die Buffaure, Ciampac, Belvedere und Col Rodella dank der Pendelbahn von Alba di Canazei hinauf zum Col dei Rossi zu einem einzigen Rundkurs verbindet. Von dort aus kann man auch direkt in die Sellaronda einsteigen – doch selbst wer auf den Hängen des Val di Fassa bleibt, profitiert im neuen Winter an einem der wichtigsten Knotenpunkte des gesamten Skigebiets von einer schnelleren und wettergeschützten Bergfahrt auf den Col de Valvacin.

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