Wissenswertes

Snow Monsters: Auf Entdeckungstour zu den „Schneemonstern“

Snowmonsters

Snow Monsters Viele haben vielleicht noch nie den Begriff Snow Monsters gehört, doch sicherlich haben Sie schon einmal ein Foto wie das oben abgebildete gesehen. Heute gehen wir diesem kuriosen Naturphänomen auf den Grund, das uns Schneeliebhaber so sehr fasziniert.

Was sind Snow Monsters?

Schneemonster (auf Englisch „Snow Monsters“) sind Bäume (Kiefern und Tannen), die von einem dicken Mantel aus Schnee und Raueis vollständig eingehüllt sind, was ihnen eine bizarre und immer wieder neue Gestalt verleiht.

Wie entstehen sie?

Damit Snow Monsters entstehen können, müssen mehrere klimatische Bedingungen gleichzeitig zusammentreffen. Damit aus einem Baum ein „Schneemonster“ wird, braucht es Frost, ergiebige Schneefälle und Wind:
> Der Frost spielt eine Schlüsselrolle: Niedrige Temperaturen sind vor, während und nach der Entstehung des Snow Monsters unerlässlich. Sie schaffen die Voraussetzung dafür, dass sich der Schnee fest um die Tanne legt und die Form auch nach dem Schneefall erhalten bleibt.

> Frost allein nützt ohne nennenswerten Schneefall jedoch wenig: Die größten Snow Monsters entstehen nur bei ergiebigen Schneefällen.

> Der Wind ist das dritte und unverzichtbare Element für dieses Naturschauspiel: Die eisige Luft sorgt dafür, dass der Schnee den Baum gleichmäßig überzieht und ihm seine charakteristische Form verleiht.

Diese 3 Elemente lassen sich in einem einzigen Wort zusammenfassen: Schneesturm
Schneestürme vereinen oft all diese grundlegenden Eigenschaften in sich.

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Bergsteigen Snow Monster

Wo sie zu finden sind

Die Heimat der Snow Monsters ist zweifellos Japan und insbesondere der Berg Zao. Dieser erloschene Vulkan mit einer Höhe von 2000 Metern beherbergt ein im Land der aufgehenden Sonne sehr beliebtes und bekanntes Skigebiet, in das jeden Winter Tausende von Skifahrern und Schaulustigen hinauffahren, um die Snow Monsters zu bestaunen, die hier in den kältesten Monaten der Saison stets anzutreffen sind.
Ein einzigartiges Schauspiel, das auf den geografischen Besonderheiten dieses Berges beruht: Seine Lage, die ständige Anströmung durch eisige Luftmassen und die enormen Schneefälle machen ihn zur Heimat dieses außergewöhnlichen Naturphänomens.
Am Berg Zao kann man inmitten dieser besonderen tief verschneiten Bäume Ski fahren, Schneeschuhwandern oder mit Steigfellen aufsteigen; außerdem gibt es einen Bereich, in dem man die Snow Monsters auch nachts bestaunen und fotografieren kann.
Die meisten bekannten Fotos stammen genau von diesem Ort, der aufgrund seiner Schneeverhältnisse weltweit einzigartig ist.

Neben Japan bilden sich Snow Monsters auch in den USA entlang der Rocky Mountains: Die große Höhe und die starken pazifischen Störungen bringen dort Frost und Schnee in rauen Mengen – ideale Bedingungen für die Entstehung von Schneemonstern.

Auch in der Gebirgskette der Anden sind Snow Monsters anzutreffen, wenn auch seltener als in Nordamerika.

Snow Monsters in den Bergen der USA

Snow Monsters in den Bergen der USA

Die oben genannten Gebiete kommen den Snow Monsters am Berg Zao in Japan am nächsten, doch es gibt noch weitere Regionen, in denen das Phänomen in leicht abgewandelter Form auftritt: die arktischen Länder.

In Kanada, Lappland und Sibirien rund um den nördlichen Polarkreis herrschen ebenfalls klimatische Bedingungen, die zur Bildung von Schneemonstern führen; allerdings entsteht dieser Effekt dort vor allem durch den intensiven Dauerfrost, der die winterlichen Schneefälle Schicht für Schicht auftürmt. Das Erscheinungsbild ähnelt daher eher einer dick verschneiten Tanne mit hoher, schlanker Silhouette statt der gedrungenen, breiten Form der japanischen Snow Monsters.

Snow Monsters in Kanada

Snow Monsters in Kanada

"Schneemonster" in Lappland

"Schneemonster" in Lappland

Schneemonster in den Alpen

In unseren Alpen sind sie selten und meist nur für kurze Zeit zu beobachten. Häufig nehmen Tannen diese Gestalt nach einem starken Schneefall (über 50–70 cm Neuschnee) in Verbindung mit tiefen Temperaturen an, fast ausschließlich oberhalb von 2000 Metern Höhe.
Am ehesten zeigt sich das Phänomen in Österreich und Slowenien, wenn sibirische Luftmassen auf atlantische Störungen treffen und in weniger als 24 Stunden mehr als einen Meter Schnee abladen.

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