
Die Abdeckung des Gletschers ist Teil eines Projekts, an dem die Autonome Provinz Trient und die Universität Mailand beteiligt sind, die die Wirkung der Vliese überwacht und erforscht. Die Wirksamkeit dieser „Decke“ hat dazu geführt, dass sie im Laufe der Jahre immer stärker eingesetzt wurde; in diesem Jahr wurde eine Gletscherfläche von 100.000 Quadratmetern abgedeckt.
Das Ergebnis des Sommers 2012 bestätigt erneut den Nutzen der Geotextilvliese gegen die immer stärkere Hitze, die den Gletschern in den letzten Sommern zusetzt. Im Sommer 2012 wurden Temperaturen von 15 Grad auf 3.000 m erreicht, Werte, die nie zuvor gemessen worden waren, wodurch die Schneedecke und das alte Gletschereis rasend schnell abschmolzen.
Der Erfolg des „Projekts Presena“ hat auch eine Debatte um die Marmolada ausgelöst: Der Gletscher an der Grenze zwischen Venetien und dem Trentino hat am stärksten unter den hohen Temperaturen gelitten, mit einer Eisschmelze, wie man sie selbst in großer Höhe noch nie gesehen hatte. Inzwischen auf eine dünne Eisschicht geschrumpft, bräuchte die Marmolada eine ähnliche Maßnahme wie jene, die am Adamello-Gletscher ergriffen wurde.
Die Schneefälle Ende August und der Schneefall am Mittwoch, dem 12. September, haben das Ende des Sommers offiziell besiegelt und die Temperaturen auf allen Gletschern wieder normalisiert. Es ist nicht viel Schnee gefallen, aber zumindest hat das Abschmelzen aufgehört, und jetzt können die Vliese abgenommen werden und man kann an eine neue, fantastische Skisaison denken.


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